Mykorrhiza richtig anwenden: Zeitpunkt, Dosierung und häufige Fehler
Veröffentlicht am: 19.11.2025Mykorrhiza ist eines der wirkungsvollsten Mittel, um die Wurzelentwicklung und Nährstoffaufnahme von Pflanzen – insbesondere im Cannabisanbau – langfristig zu verbessern.
Der entscheidende Punkt: Mykorrhiza wirkt nur dann optimal, wenn du es korrekt anwendest. Viele Fehler passieren beim Zeitpunkt und der Art der Ausbringung.
1. Der richtige Zeitpunkt für Mykorrhiza
Mykorrhiza funktioniert nur, wenn die Sporen direkten Kontakt mit frischen Wurzeln bekommen. Der Zeitpunkt ist daher der wichtigste Faktor.
Geeignete Zeitpunkte
Beim Einpflanzen in das erste Substrat
Idealer Moment, da sich gerade die ersten Wurzeln bilden.
Beim Umtopfen von Jungpflanzen
Neue Wurzelspitzen nehmen die Pilze besonders gut auf.
Beim Einsetzen in den finalen Topf
Dies ist häufig der wichtigste Moment, da das endgültige Wurzelsystem entsteht.
Weniger geeignete Zeitpunkte
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Auf trockene Erde gestreut
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Spät in der Blüte
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Nur über das Gießwasser
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Wenn die Pflanze bereits vollständig durchwurzelt ist
2. Die richtige Dosierung von Mykorrhiza
Je nach Produkt unterscheiden sich die Angaben, aber folgende Richtwerte funktionieren in der Praxis gut:
Keimlinge
Eine sehr kleine Menge (Messerspitze) direkt ins Pflanzloch.
Jungpflanzen
1 bis 2 Gramm direkt auf die freigelegten Wurzeln geben.
Umtopfen mittelgroßer Pflanzen
3 bis 5 Gramm rund um den Wurzelbereich verteilen.
Finaltopf / große Pflanzen
Bis zu 10 Gramm gleichmäßig rund um den Wurzelballen einarbeiten.
Wichtig ist stets: Mykorrhiza muss in direktem Kontakt mit den Wurzeln stehen. Die Pilze wandern nicht von selbst durch das Substrat.
3. Mykorrhiza richtig anwenden – Schritt für Schritt
Pulverform
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Pflanzloch vorbereiten.
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Etwas Mykorrhiza in das Loch streuen.
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Wurzeln vorsichtig auf das Pulver setzen.
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Mit Substrat auffüllen und anfeuchten.
Granulat
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Beim Umtopfen in das Substrat mischen oder direkt in das Pflanzloch geben.
Flüssige Formen
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Nur verwenden, wenn es sich um lebende Sporen handelt. Beim Einsetzen in den Topf nah an die Wurzel gießen.
4. Die häufigsten Fehler beim Einsatz von Mykorrhiza
Fehler 1: Anwendung nur über das Gießwasser
Die Sporen erreichen die Wurzel kaum. Die Wirkung ist gering oder fehlt komplett.
Fehler 2: Kombination mit stark mineralischem Dünger
Hohe Salzwerte und hohe EC-Werte hemmen oder deaktivieren Mykorrhiza.
Fehler 3: Erde mit kochendem oder sehr heißem Wasser behandeln
Dadurch wird das Bodenleben inklusive Mykorrhiza abgetötet.
Fehler 4: Zu späte Anwendung in der Blütephase
Das Wurzelwachstum ist zu gering, um die Symbiose noch aufzubauen.
Fehler 5: Kein Kontakt zur Wurzel
Wenn das Pulver nur irgendwo auf der Erde liegt, funktioniert es nicht.
Fehler 6: Chlorhaltiges Leitungswasser
Chlor kann die Sporen schädigen. Wasser am besten vorher 12 bis 24 Stunden ausgasen lassen.
Fehler 7: Verwendung in sterilem oder stark salzhaltigem Substrat
Solche Bedingungen verhindern die Etablierung der Pilze.
5. Wie du erkennst, dass Mykorrhiza wirkt
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Die Pflanze entwickelt schneller neue Wurzeln.
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Der Wasserbedarf steigt moderat, weil die Pflanze aktiver wächst.
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Die Blätter wirken vitaler und kräftiger.
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Die Pflanze reagiert stressresistenter bei Hitze, Trockenheit oder Umtopfen.
Diese Effekte zeigen sich typischerweise nach zwei bis vier Wochen.
Mykorrhiza ist äußerst wirkungsvoll – vorausgesetzt, du wendest es richtig an.
Der wichtigste Punkt ist der direkte Kontakt zu frischen Wurzeln. Wenn du den Zeitpunkt und die Dosierung berücksichtigst und die typischen Fehler vermeidest, erhältst du ein deutlich stärkeres Wurzelsystem, bessere Nährstoffaufnahme und eine stabilere, gesündere Pflanze.
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