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Dünger & Substrate für den Cannabis-Anbau

Die richtige Nährstoffversorgung beginnt beim Substrat. Erde, Coco oder hydroponische Medien unterscheiden sich darin, wie sie Wasser, Sauerstoff und Nährstoffe speichern oder verfügbar machen. Entsprechend muss auch der Dünger zum Medium, zur Growphase und zum verwendeten Wasser passen.

Bei cannvi.de findest du Dünger, Substrate und Zusätze verschiedener Hersteller und kannst Produkte nach Eigenschaften wie Medium, Pflanzenstadium, Zusammensetzung, NPK-Wert, pH-Wert oder Inhaltsstoffen vergleichen.

Das richtige Substrat als Basis

Das Substrat bildet den Wurzelraum der Pflanze und beeinflusst, wie viel Wasser und Sauerstoff den Wurzeln zur Verfügung stehen.

Erde ist für viele Grower der unkomplizierteste Einstieg. Vorgedüngte Mischungen können die Pflanze bereits über einen gewissen Zeitraum versorgen, während schwächer vorgedüngte Light-Mixe mehr Kontrolle über die eigene Düngung ermöglichen.

Coco bzw. Kokossubstrat enthält von sich aus nur wenige verfügbare Nährstoffe und wird deshalb meist gezielt über die Nährlösung versorgt. Es verbindet eine gute Wasserspeicherung mit einer hohen Luftversorgung der Wurzeln.

Für hydroponische Systeme kommen außerdem Medien wie Blähton oder andere weitgehend nährstofffreie Substratezum Einsatz.

Dünger passend zur Growphase wählen

Cannabis benötigt während des gesamten Lebenszyklus verschiedene Makro- und Mikronährstoffe. Besonders bekannt sind die drei Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K), die auf vielen Düngern als NPK-Wert angegeben werden.

Der Bedarf verändert sich mit der Entwicklung der Pflanze. Deshalb unterscheiden viele Hersteller zwischen:

  • Wachstumsdünger
  • Blütedünger
  • Coco- und Hydro-Dünger
  • Basisdünger und Mehrkomponenten-Systemen
  • CalMag-Produkten
  • Wurzel- und Enzymzusätzen
  • Mikroorganismen und organischen Bodenverbesserern

Mehr Dünger bedeutet dabei nicht automatisch besseres Wachstum. Entscheidend sind eine ausgewogene Versorgung und die Abstimmung auf Substrat, Wasserqualität und Pflanzenstadium.

Organisch oder mineralisch?

Mineralische Dünger enthalten Nährstoffe in direkt verfügbaren Formen und ermöglichen eine vergleichsweise präzise Steuerung der Nährlösung. Sie werden deshalb häufig bei Coco- und Hydro-Systemen eingesetzt.

Organische Dünger setzen stärker auf natürliche Ausgangsstoffe und biologische Prozesse im Substrat. Sie werden besonders häufig mit Erde und biologisch aktiven Substraten kombiniert.

Welches System besser geeignet ist, hängt weniger von einem grundsätzlichen „besser oder schlechter“ ab als vom gewünschten Growstil.

Dünger & Substrate vergleichen

In dieser Kategorie findest du unter anderem Grow-Erden, Light Mix und All Mix, Coco, Blähton, Wachstums- und Blütedünger, CalMag, pH-Regulatoren sowie verschiedene Pflanzen- und Boden-Zusätze.

Nutze die Filter, um Produkte nach deinem Anbausystem und deinen Anforderungen einzugrenzen und Preise verschiedener Growshops zu vergleichen.

Du willst NPK, EC, pH, CalMag oder die Unterschiede zwischen Erde und Coco genauer verstehen? In den folgenden FAQ erklären wir die wichtigsten Grundlagen zur Nährstoffversorgung verständlich und ausführlich.

FAQ zu Dünger & Substrate

Die Abkürzung NPK steht für die drei Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Die Zahlen auf einem Dünger, beispielsweise NPK 4-3-6, beschreiben dessen Nährstoffzusammensetzung. Stickstoff wird unter anderem für Chlorophyll, Aminosäuren, Proteine und neues Pflanzengewebe benötigt und spielt deshalb eine wichtige Rolle beim vegetativen Wachstum. Phosphor ist an Energieübertragung, Zellteilung und zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. Kalium übernimmt unter anderem wichtige Funktionen beim Wasserhaushalt, bei Enzymprozessen und bei der Regulation der Spaltöffnungen. Ein höherer NPK-Wert bedeutet dabei nicht automatisch einen besseren Dünger. Entscheidend ist, ob das Verhältnis und die tatsächlich zugeführte Nährstoffmenge zum Entwicklungsstadium, Substrat und Anbausystem passen. Auch die Vorstellung „Wachstum = viel N, Blüte = möglichst viel P und K“ ist zu stark vereinfacht. Untersuchungen an Cannabis zeigen, dass die Nährstoffe miteinander interagieren und eine höhere Versorgung nicht automatisch zu stärkerem Wachstum oder höheren Erträgen führt.

NPK ist nur ein Teil der Pflanzenernährung. Cannabis benötigt wie andere Pflanzen eine ganze Reihe weiterer Elemente. Zu den wichtigen sekundären Makronährstoffen gehören: Calcium (Ca) Magnesium (Mg) Schwefel (S) Daneben benötigt die Pflanze kleinere Mengen verschiedener Mikronährstoffe, beispielsweise Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Bor und Molybdän. Die Bezeichnung „Mikronährstoff“ bedeutet dabei nicht, dass diese Elemente unwichtig sind. Die Pflanze benötigt lediglich deutlich geringere Mengen davon. Ein Mangel kann trotzdem Wachstum und Stoffwechsel beeinträchtigen. Besonders interessant ist außerdem das Zusammenspiel der Nährstoffe. Sehr hohe Konzentrationen eines Elements können die Aufnahme anderer Elemente beeinflussen. Untersuchungen an Cannabis zeigen beispielsweise Wechselwirkungen zwischen N, P, K und Magnesium. Ein guter Dünger sollte deshalb nicht einfach möglichst viele Nährstoffe enthalten, sondern eine ausgewogene Versorgung ermöglichen.

Eine Cannabispflanze baut während ihres Lebens unterschiedliche Gewebe auf. In der vegetativen Phase entstehen vor allem neue Blätter, Triebe, Wurzeln und Pflanzenmasse. Später verändert sich die Verteilung des Wachstums und die Pflanze investiert zunehmend Ressourcen in die Ausbildung ihrer Blüten. Dadurch verändert sich auch die Aufnahme einzelner Mineralstoffe. Das bedeutet allerdings nicht, dass ein bestimmter Nährstoff plötzlich nicht mehr benötigt wird. Auch während der Blüte braucht Cannabis beispielsweise weiterhin Stickstoff, Calcium, Magnesium und andere Elemente. Moderne Untersuchungen zeigen zudem, dass die Nährstoffaufnahme stark von Sorte, Entwicklungsstadium und Anbausystem abhängen kann. Selbst verschiedene Cannabis-Genotypen können unterschiedlich auf dieselbe Kaliumversorgung reagieren. Deshalb sind einfache Regeln wie „in der Blüte möglichst viel Phosphor und Kalium geben“ wissenschaftlich nicht besonders sinnvoll. Entscheidend ist ein ausgewogenes Verhältnis, das sich am tatsächlichen Bedarf der Pflanze orientiert.

Der EC-Wert (Electrical Conductivity) beschreibt die elektrische Leitfähigkeit einer Flüssigkeit. Je mehr gelöste Ionen beziehungsweise Salze sich im Wasser befinden, desto höher ist normalerweise die Leitfähigkeit. Beim Grow kann der EC-Wert deshalb als Anhaltspunkt dafür dienen, wie stark eine Nährlösung insgesamt mineralisiert ist. Wichtig: Der EC-Wert sagt nicht, welche Nährstoffe enthalten sind. Zwei Nährlösungen können beispielsweise denselben EC-Wert besitzen, aber völlig unterschiedliche Mengen an Stickstoff, Calcium, Kalium oder Natrium enthalten. Der EC ist deshalb kein Nährstoffanalysegerät. Auch das Ausgangswasser besitzt bereits einen eigenen EC-Wert. Calcium, Magnesium, Natrium, Hydrogencarbonat und andere gelöste Mineralstoffe können dazu beitragen. Deshalb ist ein EC von beispielsweise Leitungswasser nicht mit einem EC gleichzusetzen, der ausschließlich durch Dünger entstanden ist. Ein ungewöhnlich hoher EC kann zudem auf eine hohe Salzkonzentration hinweisen, die die Wasser- und Nährstoffaufnahme der Wurzeln erschweren kann.

Der pH-Wert beschreibt, wie sauer oder basisch eine Lösung beziehungsweise das Milieu im Wurzelbereich ist. Für Pflanzen ist das wichtig, weil sich die chemische Form und damit die Verfügbarkeit verschiedener Nährstoffe mit dem pH-Wert verändert. Ein Nährstoff kann also im Substrat vorhanden sein, ohne dass die Pflanze ihn optimal aufnehmen kann. Bei einem ungünstigen pH-Wert können beispielsweise bestimmte Spurenelemente schlechter verfügbar werden. Auch die Verfügbarkeit von Phosphor wird stark durch das chemische Milieu beeinflusst. Deshalb ist ein vermeintlicher Nährstoffmangel nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass mehr Dünger benötigt wird. Wird einfach zusätzlich gedüngt, obwohl das eigentliche Problem im Wurzelbereich liegt, kann sich die Situation sogar verschlechtern. Außerdem unterscheiden sich Erde, Coco und hydroponische Systeme in ihren Eigenschaften. Ein sinnvoller pH-Bereich sollte deshalb immer im Zusammenhang mit dem verwendeten Substrat und Düngesystem betrachtet werden.

Als Nährstoff-Lockout bezeichnen Grower eine Situation, in der Nährstoffe grundsätzlich vorhanden sind, von der Pflanze aber nicht ausreichend aufgenommen oder genutzt werden können. Das Problem ist deshalb besonders tückisch: Die Blätter können wie bei einem klassischen Nährstoffmangel aussehen, obwohl eigentlich genügend Dünger vorhanden ist. Auch Nährstoffe können miteinander konkurrieren. Ein Überschuss eines Elements kann deshalb indirekt die Versorgung mit einem anderen verschlechtern. Genau deshalb ist „gelbe Blätter = mehr Dünger“ keine gute Diagnose. Bei Problemen sollten pH-Wert, EC beziehungsweise Salzbelastung, Wasserqualität, Substrat und bisherige Düngung zusammen betrachtet werden. Mehr Dünger ist nur sinnvoll, wenn tatsächlich eine zu geringe Nährstoffversorgung die Ursache ist.

Das lässt sich nicht zuverlässig anhand eines einzelnen Blatts erkennen. Viele Stressfaktoren erzeugen ähnliche Symptome – beispielsweise Vergilbungen, Flecken, abgestorbene Blattbereiche oder verlangsamtes Wachstum. Ein hilfreicher Hinweis ist, wo die Symptome zuerst auftreten. Einige Nährstoffe können innerhalb der Pflanze relativ gut von älteren in jüngere Pflanzenteile transportiert werden. Bei einem Mangel solcher mobilen Nährstoffe treten Symptome deshalb häufig zuerst an älteren Blättern auf. Stickstoff ist ein klassisches Beispiel. Andere Elemente sind weniger mobil. Calciumprobleme werden deshalb eher an neuem Wachstum sichtbar. Bei einer Überversorgung kann dagegen eine hohe Konzentration gelöster Salze im Wurzelbereich entstehen. Gleichzeitig können Überschüsse einzelner Nährstoffe andere Mängel begünstigen. Eine gute Diagnose betrachtet daher immer mehrere Faktoren: Blattbild, Position der Symptome, pH, EC, Wasserqualität, Substrat und bisherige Düngermenge.

CalMag bezeichnet Produkte, die hauptsächlich Calcium und Magnesium bereitstellen. Beide Elemente sind für Pflanzen essenziell, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben. Calcium ist unter anderem wichtig für Zellwände, Zellmembranen und die Entwicklung neuen Pflanzengewebes. Magnesium sitzt im Zentrum des Chlorophyllmoleküls und spielt deshalb eine zentrale Rolle bei der Photosynthese. Ob zusätzliches CalMag benötigt wird, hängt stark vom vorhandenen Wasser und Düngesystem ab. Leitungswasser kann bereits erhebliche Mengen Calcium und Magnesium enthalten. Sehr weiches Wasser oder stark aufbereitetes Wasser enthält dagegen unter Umständen deutlich weniger davon. Auch das verwendete Substrat und der Basisdünger müssen berücksichtigt werden. Mehr CalMag ist außerdem nicht automatisch besser. Hohe Konzentrationen einzelner Kationen können die Aufnahme anderer Mineralstoffe beeinflussen. Deshalb sollte CalMag als gezielte Ergänzung und nicht als obligatorischer Zusatz für jeden Grow betrachtet werden.

Coco beziehungsweise Kokossubstrat sieht auf den ersten Blick ähnlich wie Erde aus, verhält sich chemisch und physikalisch aber anders. Kokosfasern speichern Wasser gut und besitzen gleichzeitig eine relativ luftige Struktur. Dadurch können sie sehr gute Bedingungen im Wurzelbereich schaffen. Anders als nährstoffreiche Erde bringt Coco jedoch normalerweise keine vollständige Nährstoffversorgung für die Pflanze mit. Hinzu kommt, dass Kokossubstrate gelöste Mineralstoffe beeinflussen können. Deshalb werden hochwertige Coco-Produkte gewaschen und teilweise speziell behandelt beziehungsweise gepuffert. Besonders Calcium und Magnesium spielen dabei eine wichtige Rolle. Unzureichend behandeltes Coco kann zudem unerwünschte Mengen Natrium oder Chlorid enthalten. Aus diesem Grund werden für Coco häufig speziell abgestimmte Nährstoffsysteme eingesetzt. Coco sollte daher eher als steuerbares, erdloses Growmedium verstanden werden und nicht einfach als eine andere Sorte Blumenerde.

Der wichtigste Unterschied ist die Menge an Nährstoffen, die bereits im Substrat vorhanden ist. Stärker vorgedüngte Erde enthält bereits einen größeren Nährstoffvorrat. Die Pflanze kann diesen zunächst nutzen, sodass nicht unmittelbar zusätzlicher Flüssigdünger notwendig sein muss. Schwach vorgedüngte Erde enthält dagegen weniger Nährstoffe. Dadurch bekommt der Grower mehr Kontrolle darüber, wann und wie stark anschließend gedüngt wird. Genau darauf basiert auch die typische Unterscheidung zwischen Produkten, die häufig als Light Mix und All Mix angeboten werden. Die genaue Zusammensetzung unterscheidet sich allerdings je nach Hersteller – die Begriffe sind keine einheitliche chemische Rezeptur. Bei vorgedüngten Substraten ist vor allem wichtig, die vorhandene Grunddüngung zu berücksichtigen. Wer zusätzlich sofort mit einem vollständigen Düngeschema beginnt, kann die gesamte Nährstoffkonzentration unnötig erhöhen. Die Wahl ist deshalb auch eine Frage des Growstils: mehr Puffer durch das Substrat oder mehr Kontrolle durch eigene Düngung.

Ein gutes Substrat muss zwei scheinbar gegensätzliche Aufgaben erfüllen: Es soll genügend Wasser speichern, gleichzeitig aber ausreichend Sauerstoff an die Wurzeln lassen. Genau hier kommen Zuschlagstoffe ins Spiel. Perlite ist ein sehr leichtes, poröses mineralisches Material. Es wird Erdmischungen häufig zugesetzt, um die Struktur aufzulockern und den Luftanteil beziehungsweise die Drainage zu verbessern. Blähton besteht aus gebrannten, porösen Tonkügelchen. Er kann beispielsweise in hydroponischen Systemen oder als Bestandteil bestimmter Substratmischungen verwendet werden. Auch Kokosfasern, Rinde oder andere strukturgebende Materialien verändern das Verhältnis zwischen Wasserhaltevermögen und Luftkapazität. Das ist wichtig, weil Wurzeln nicht nur Wasser und Nährstoffe, sondern ebenfalls Sauerstoff benötigen. Ein dauerhaft stark wassergesättigtes Medium kann deshalb problematisch sein. Die Qualität eines Substrats wird also nicht nur daran gemessen, wie viel Dünger darin steckt, sondern auch an seiner physikalischen Struktur.

Das Gießwasser ist ein oft unterschätzter Bestandteil der Nährstoffversorgung. Leitungswasser besteht nicht nur aus H₂O, sondern enthält je nach Region unterschiedliche Mengen gelöster Mineralstoffe. Dazu können unter anderem gehören: Calcium Magnesium Natrium Chlorid Sulfat Hydrogencarbonat Diese Stoffe beeinflussen unter anderem EC-Wert, pH-Verhalten und die tatsächliche Nährstoffzusammensetzung der fertigen Nährlösung. Deshalb können zwei Grower denselben Dünger exakt nach Herstellerangabe verwenden und trotzdem unterschiedliche Bedingungen im Wurzelbereich erzeugen. Besonders wichtig ist außerdem die Alkalinität beziehungsweise Hydrogencarbonat-Konzentration des Wassers. Sie beeinflusst, wie stark sich der pH-Wert verändern beziehungsweise stabilisieren lässt. Bei sehr mineralarmem Wasser muss möglicherweise mehr Calcium oder Magnesium über die Nährstoffversorgung bereitgestellt werden. Bei bereits mineralreichem Wasser kann eine zusätzliche Zugabe dagegen unnötig sein. Wer seine Düngung wirklich verstehen möchte, sollte daher nicht nur auf den Dünger schauen, sondern auch das Ausgangswasser als Bestandteil des gesamten Nährstoffsystems betrachten.

Eine Angabe wie NPK 4-3-6 beschreibt die deklarierte Zusammensetzung eines Düngers in Bezug auf Stickstoff, Phosphor und Kalium. Die drei Zahlen stehen in dieser Reihenfolge für N, P und K. Dabei ist wichtig: Die Zahlen bedeuten nicht einfach, dass sich exakt 4 % elementarer Stickstoff, 3 % elementarer Phosphor und 6 % elementares Kalium in der Flasche befinden. Auf Düngemitteln werden Phosphor und Kalium üblicherweise in bestimmten Oxidformen angegeben, beispielsweise als Phosphat- und Kaliumoxid-Äquivalente. Für Grower ist deshalb vor allem das Verhältnis der Nährstoffe zueinander interessant. Ein 4-3-6-Dünger ist beispielsweise relativ kaliumbetont, während ein 5-1-3-Dünger im Verhältnis mehr Stickstoff enthält. Trotzdem lässt sich allein aus der NPK-Zahl nicht beurteilen, ob ein Dünger gut oder schlecht ist. Sie sagt nichts darüber aus, welche Mengen Calcium, Magnesium, Schwefel oder Spurenelemente enthalten sind. Auch die tatsächliche Dosierung entscheidet darüber, wie viele Nährstoffe letztlich bei der Pflanze ankommen. Ein stark konzentrierter Dünger mit niedriger Dosierung kann daher eine ähnliche Nährstoffmenge liefern wie ein schwächer konzentriertes Produkt mit höherer Dosierung.

EC und PPM werden häufig beide verwendet, um die Stärke einer Nährlösung einzuschätzen, sind aber nicht dasselbe. Der EC-Wert misst direkt die elektrische Leitfähigkeit einer Lösung. Gelöste Salze beziehungsweise Ionen ermöglichen den elektrischen Stromfluss, weshalb eine höhere Konzentration gelöster Mineralstoffe normalerweise auch zu einem höheren EC führt. PPM steht für Parts per Million und wird auf vielen Messgeräten als scheinbare Konzentrationsangabe angezeigt. Bei den typischen PPM-Messgeräten für den Pflanzenanbau wird diese Konzentration allerdings meistens nicht direkt gemessen. Das Gerät misst zunächst die Leitfähigkeit und rechnet den Wert anschließend mit einem Faktor in PPM beziehungsweise TDS um.

Die Wasserhärte wird hauptsächlich durch die Konzentration von Calcium- und Magnesiumverbindungen bestimmt. Enthält Wasser viele dieser Mineralstoffe, spricht man von hartem Wasser. Bei niedrigen Konzentrationen handelt es sich um weicheres Wasser. Für Grower ist das relevant, weil Calcium und Magnesium gleichzeitig Pflanzennährstoffe sind. Bei hartem Leitungswasser gelangt deshalb bereits über jedes Gießen eine gewisse Menge dieser Elemente in die Nährlösung. Wird zusätzlich ein stark calcium- oder magnesiumhaltiger Dünger beziehungsweise CalMag verwendet, kann die Gesamtversorgung entsprechend höher ausfallen. Sehr weiches Wasser enthält dagegen weniger Calcium und Magnesium. Bei Osmosewasser ist der Mineralstoffgehalt sogar weitgehend reduziert. In solchen Situationen müssen fehlende Mineralstoffe gegebenenfalls über den Dünger ergänzt werden. Wasserhärte und EC sind allerdings nicht identisch. Ein hoher EC kann auch durch Natrium, Chlorid oder andere gelöste Stoffe verursacht werden. Auch die sogenannte Karbonathärte beziehungsweise Alkalinität ist wichtig. Hydrogencarbonat im Wasser kann den pH-Wert puffern und beeinflussen, wie viel Säure erforderlich ist, um den pH-Wert einer Nährlösung zu verändern. Deshalb sind für eine genaue Beurteilung des Gießwassers Werte wie Calcium, Magnesium, Natrium, Hydrogencarbonat und Ausgangs-EC wesentlich aussagekräftiger als nur die allgemeine Angabe „hart“ oder „weich“.